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Das Stück dauert 85 Minuten ohne Pause

Kritik Westdeutsche Zeitung 17.10.2011

Der Räuber Hotzenplotz wird gespielt von Ralph Wörheide.

Beim Hotzenplotz juchzen die kleinen Gäste vor Vergnügen

Kritik Remscheider General-Anzeiger 29.11.2011

"Räuber Hotzenplotz" begeisterte in der Klosterkirche

Von Elisabeth Erbe

"Die Kaffeemühle will ich haben", schrie der Räuber der alten Dame zu und verschwand damit in den Wald. Nicht in den Wald, sondern in die Lenneper Klosterkirche strömten am ersten Adventssonntag trotz ungemütlichen Wetters viele Eltern mit ihren Kindern, um die Geschichte von "Räuber Hotzenplotz" aus der Feder von Otfried Preußler zu erleben. Die Kinder hatten dabei beste Sicht auf die Darbietung des Kinder- und Jugendtheaters Wuppertal. Für sie waren die ersten Reihen reserviert. Kinder sind bei der Suche nach dem Räuber voll dabei. Kasperl (Sophie Schwerter) und Seppel (Yannick Bartsch) machten sich auf die Suche nach dem diebischen Hotzenplotz (Ralph Wörheide), den sie mit einer List entlarven wollten. Von Anfang an waren die Kinder begeistert und fieberten mit, als es darum ging, den Räuber im Wald zu finden.

"Genau deswegen macht Kindertheater so viel Spaß, weil das Publikum so mitgeht", verriet Seppel alias Yannick Bartsch nach der Aufführung. Gelungen auch die märchenhafte Bühnen- und Kostümausstattung, besonders der cholerische Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Heiner Waniek), der glitzerte und glänzte wie ein Edelstein. Mit seinem Kostüm machte er der schönen Fee Amaryllis (Rita Reineke) reichlich Konkurrenz. Ein Stück mit vielen Facetten und hervorragenden Darstellern, in dem sich sowohl die Jungen als auch die Mädchen unter den Besuchern wiederfinden konnten.

Und wie bei jedem gelungenen Märchen siegte auch in der Klosterkirche das Gute über das Böse: Der böse Zauberer platzte vor Wut, der Räuber kam ins Gefängnis und die Oma hatte ihre Kaffeemühle wieder. Die fünfjährige Lana war mit ihren Eltern gekommen. "Wir fanden's alle richtig schön", fasste die Mutter strahlend zusammen. 1971 war "Räuber Hotzenplotz" die erste Inszenierung des Wuppertaler Kinder- und Jugendtheaters. Auch vierzig Jahre später hatte das von Regisseur Matthias Brandebusemeyer inszenierte Stück keine Probleme damit, die Kinder in den Bann zu ziehen.