Das Stück

Eine Produktion des Theaterclubs Rampenlichter
13 Leben
von Fin Kennedy
ein Stück für Jugendliche ab 11 Jahre
Kursleitung und Regie: Soraya Sala
Ausstattung: Noëlle-Magali Wörheide und Laurenz Teepe

Es ist dunkel, es ist kalt, und in der Ferne ist das Geräusch eines namenlosen Krieges zu hören. 13 Jugendliche befinden sich auf einem Rettungsboot. Nach dem Angriff auf ein Passagierschiff ist nur noch dieses übrig, auf dem nun diese dreizehn Jugendlichen beginnen, um ihr Leben zu kämpfen.
Die Notsituation bringt die Gruppe an ihre Grenzen. Nach anfänglichen Beteuerungen, dass alle eine Gemeinschaft bilden und keiner für sich allein kämpft, bestimmt die Angst ums eigene Überleben alle weiteren Entscheidungen der Gruppe. Angst ist ein schlechter Ratgeber, und es ist Angst – Angst, die Kontrolle zu verlieren; Angst, als überflüssig abgestuft zu werden; Angst, zu verhungern und zu sterben. Und so eskaliert die Situation  auf dem Boot zunehmend. Die Anführer teilen nicht nur Essen nach ihrem Ermessen auf, sondern auch die Gruppe in zwei Lager: die, die überleben sollen, und die, die verloren sind. Es ist dunkel, es ist kalt, und in der Ferne ist das Geräusch eines namenlosen Krieges zu hören. 13 Jugendliche befinden sich auf einem Rettungsboot. Nach dem Angriff auf ein Passagierschiff ist nur noch dieses übrig, auf dem nun diese dreizehn  Jugendlichen beginnen, um ihr Leben zu kämpfen.Was ist ein Leben wert? Fin Kennedy behandelt diese Frage eindringlich und thematisiert im Stück die Entscheidungen von jungen Menschen in Notsituationen, die den Entscheidungsmustern von Erwachsenen erschreckend ähneln.

Fin Kennedy, englischer Dramatiker, Lehrer und Universitätsdozent, streift in seiner Fassung die geschichtlichen Bezüge ab. Die Geschichte jedoch basiert auf dem Theaterstück „Das Floß der Medusa” von Georg Kaiser, das Anfang der 40er Jahre entstand. Der Titel verweist zunächst auf eine wahre Begebenheit kurz nach dem napoleonischen Krieg, in dem auf einem Floß mit 149 Soldaten nur 15 überlebten. Der französische Maler Géricault setzte dieser Begebenheit mit dem gleichnamigen Bild ein pathetisches Denkmal. Kaiser griff allerdings nur den Titel auf und erzählte die Geschichte einer tragischen Überfahrt von  13 Kriegskindern von England nach Kanada, bei der nur 11 Kinder überlebten. Das Stück wurde 1945 am Stadttheater Basel von Schülern uraufgeführt. Die Einnahmen wurden der Flüchtlingshilfe gespendet.

Premiere: Freitag, 8. Mai 2020, 18.00 Uhr
Theater im Berufskolleg Elberfeld, Bundesallee 222
Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben, Berlin