Das Stück

Wir sind die Krokodile, die…
Vorstadtkrokodile
nach dem gleichnamigen Buch von Max von der Grün
ein Stück für Kinder ab 8 Jahre

Regie: Matthias Brandebusemeyer
Ausstattung: Laurentiu Tuturuga
Musik: Thomas Wansing

Wer bei den Vorstadtkrokodilen mitmachen möchte, muss eine Mutprobe bestehen. Als der zehnjährige Hannes dabei auf dem Dach der einsturzgefährdeten Ziegelei in eine lebensgefährliche Situation gerät, lassen ihn allerdings die schockierten Bandenmitglieder fast alle im Stich.
Dennoch erreicht die Feuerwehr den Unglücksort gerade noch rechtzeitig. Die Mutprobe wurde von Kurt mit seinem Fernrohr beobachtet. Aufgrund einer Querschnittslähmung sitzt er im Rollstuhl. Hannes muss sich bei Kurt bedanken. Aus dem anfänglichen Widerwillen wird langsam Neugierde. Kurt weiß eine Menge über die Geschehnisse im Ortsteil. Insbesondere hat er nachts die Einbrecher beobachtet, die seit einiger Zeit das Viertel unsicher machen. Hannes nimmt Kurt mit zur Bande. Doch die reagiert ablehnend, vordergründig, weil Kurt kein Krokodiler ist, aber es wird schnell klar, dass es mit Kurts körperlicher Beeinträchtigung zusammenhängt. Erst als die anderen merken, dass Kurt etwas über die Einbrüche weiß, wendet sich das Blatt. Die Krokodiler versuchen herauszufinden, wer die Täter sind und geraten in einen Zwiespalt, als sich herausstellt, dass einer der Einbrecher der ältere Bruder von Bandenmitglied Frank ist. Außerdem muss das Leben mit einem Rollstuhlfahrer als Bandenmitglied erstmal gelernt sein.

Max von der Grün schildert auf sehr unterhaltsame Weise den Umgang mit Vorurteilen. Das Thema der körperlichen Benachteiligung lag ihm selbst sehr am Herzen, da sein Sohn im Rollstuhl saß. Aber auch Themen wie Ausländerdiskriminierung und die Rolle des Mädchens innerhalb der Bande sind auch heute noch hoch aktuell. „Ein zeitloses Buch, mit nach wie vor aktueller Thematik, das sehr spannend zu lesen ist” (B-Kids).
Max von der Grün wurde am 25. Mai 1926 geboren. Als Kriegsgefangener arbeitete der junge von der Grün drei Jahre lang in den USA, unter anderem als Bergmann, und wurde – zurück in Deutschland – in Unna unter Tage zwei Mal verschüttet. Die Schilderung der schlechten Arbeitsbedingungen in seinem zweiten Roman „Irrlicht und Feuer” führten zwar zu seiner fristlosen Entlassung, machten das literarische Naturtalent aber fast über Nacht berühmt.

Aufführungsrechte: Pegasus Theaterverlag/ Autorenagentur, Berlin
Premiere: Samstag, 12. März 2016, 16.00 Uhr
Theater im Berufskolleg Elberfeld, Bundesallee 222

Dauer

Das Stück dauert 75 min. ohne Pause!